![]() ![]() ![]() ![]() ![]() Projekt 2010Berlin-Kreuzberg ist auf der einen Seite einer der lebendigsten, multikulturellen Bezirke der Stadt, auf der anderen aber auch einer der sozialen Brennpunkte. In vielen Familien herrscht Bildungsnotstand und Arbeitslosigkeit. Kinder sind mit Armut, Ausgrenzung bis hin zu Gewalt konfrontiert. Sie brauchen dringend Integration und Bildung. Wie dies gelingen kann, zeigen Lisa Kattelans und Suli Puschban mit ihrer jährlichen "Reppinichen Osterreise" für Schülerinnen und Schüler der Niederlausitz Schule, einer gebundenen Ganztagsgrundschule in Berlin-Kreuzberg. Auf dem wilden, im Wald versteckten Gelände des Frauen-Campingplatzes "Campinski" im Hohen Fläming bei Wiesenburg finden sie einen geschützten Ort für Sinneserfahrungen verschiedenster Art. Hier können sie herumstreunen, im Teich fischen, sich handwerklich betätigen oder mit der gutmütigen Bernersennhündin Elli Pirelli spielen. Spaß zu haben, sich ausprobieren, Vertrauen untereinander und zu den Erwachsenen zu entwickeln und für sich selbst und andere Verantwortung zu übernehmen - all dies wird hier spielerisch erfahrbar. 20 Schülerinnen und Schüler aus der 2.-6. Klasse können jedes Jahr mitfahren, zehn "Wiederkommer" aus der 7.-9. Klasse steigen in das Betreuer-Team ein. Hinzu kommen Ehemalige der 3. Generation (zwischen 18 und 23 Jahren), die die Betreuerinnen vor Ort unterstützen. Spenden und Unterstützung werden immer gebraucht: Um die Qualität des Integrations-Projekts weiter zu steigern steht ein Wunsch ganz oben auf ihrer Liste: Sprachförderung für die Kinder mit Migrationshintergrund durch Muttersprachler. Eine(n) SprachlehrerIn vor Ort war bisher nicht finanzierbar. Um dies zu ändern, setzen wir Ihre Spenden zu allererst ein. Unser Ziel ist es, diese pädagogische Leistung für die nächsten fünf Jahre abzusichern. Auch weiteres pädagogisches Personal wäre hilfreich, um Tag- und Nacht-Betreuung auf mehrere Schultern zu verteilen. Je mehr zusammenbekommen, desto mehr können wir gemeinsam Unterstützung leisten! Spenden können übrigens gerne auch Sachmittel sein: kindgerechtes Inventar, Gemeinschaftsspiele (Bälle, Fußbälle!), Bastel- und Baumaterial etc. Das einzigartige Projekt bekommt bisher keine Förderung aus öffentlichen Mitteln und konnte sich nur aus dem finanzieren, was das persönliche Netzwerk um Lisa Kattelans und Suli Puschban aufbringen konnte. "Wir nehmen so viele Nicht-Deutschsprachige Schüler/innen mit wie möglich, um sie innerhalb dieser neun Tage Erlebnisurlaub auch bei der Verbesserung ihrer Sprache zu unterstützen" sagt Lisa Kattelans, die mit den meisten Kindern auch als Sozialpädagogin an der Kreuzberger Schule in Kontakt ist. Die begrenzten Plätze für die Osterreise sind bei Neulingen und Wiederkommern gleichermaßen begehrt, deshalb hört man bereits Wochen vorher in der Schule die Frage, ob man sich anmelden könne. Dann fängt für Lisa Kattelans und Suli Puschban auch eine wichtige Vorarbeit an: Sie verhandeln mit türkischstämmigen Eltern darüber, ob ihr Kind an der Gruppenreise teilnehmen kann, wägen ab, welche Schüler/innen in ihrem Sozialverhalten besonders gefördert werden könnten oder klären die Finanzierung für besonders Bedürftige ab. Den Grundstock für das Projekt, das seit 1997 jährlich stattfindet, haben die beiden Initiatorinnen 1993 mit eigenen finanziellen Mitteln gelegt: Dem Kauf des ehemaligen DDR-Kinderferienlagers folgten die Modernisierung und Instandsetzung der Gebäude und die zweckmäßige Gestaltung des Geländes. Viele helfende Hände von Freunden und vor allem die Ideen der Schüler gestalten seitdem das Ferienlager nach eigenen Vorstellungen. |